Ein paar Mal bin ich schon wach geworden und habe im Halbschlaf nach meiner Uhr getastet. Es ist zu dunkel, ich kann das Ziffernblatt nicht erkennen, und ich möchte die anderen Schläfer im Raum nicht wecken. Ich bleibe auf dem Rücken liegen, das Dunkel zieht Kreise um mich her, die, wenn ein Gecko schnalzt, zu zittern beginnen, auseinanderbrechen, sich neu formen und schließlich verlaufen.
Ich weiß nicht wie lange ich schon so liege, reglos zwischen konzentrischen Kreisen, halbwach, halbschlafend. Dann wird mir klar, ich habe nicht nach meiner Uhr gegriffen, tatsächlich ist mein Arm bewegungsunfähig. Ich liege auch nicht, ich sitze. Jemand atmet mich und füllt mich mit allem, was ich brauche.
Mit diesem Gedanken tauche ich auf. Verdammt:
Wieder ist mir das Ich verrutscht, ich habe es sinken lassen, mich fallen lassen, und sollte doch bewusst bleiben, ganz oben, über den dunklen Kreisen, sollte gedankenlos sein und doch präsent.
Sein. Einfach Sein.
Ich spüre Mae Chee Brigitte sitzt mir schräg gegenüber, meditierend wie ich und all die anderen im Raum. Ich möchte Licht in meine Tiefe bringen, oben bleiben, Gedanken kommen und gehen lassen, wie gute Freunde, die immer willkommen bleiben. Der Gecko schnalzt, es gibt keine Kreise, es gibt nur mein Atmen, neung, song, saam, see … ein … neung, song, saam, see … halten … neung, song, saam, see … aus … neung, song, saam, see … halten … neung, song, saam … ich spüre mein Rückgrat, und meine Schultern sind etwas nach vorn gesunken. Nein, ich bewege mich nicht, song, saam, see …
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