Volontieren im Süden Thailands

2010
09.02
Unterricht im Kochen - © Beluga School for Life

Unterricht im Kochen - © Beluga School for Life

Ich werde immer wieder nach Möglichkeiten gefragt, wo man in Südostasien volontieren kann und dabei unmittelbaren Zugang zu Kultur und Natur der Region erhält. Auch ist die Frage nach der Reputation des Projekts berechtigt, denn es gibt leider NGO’s, die neben entsprechenden Eignungen und Fähigkeiten auch erhebliche und u.U. nicht gerechtfertigte Zuzahlungen von Praktikanten erwarten. Scams sind nicht auszuschließen.

Ich werde in unregelmäßigen Abständen Projekte mit guter Reputation vorstellen.

Read the rest of this entry »

GeoVenture Tipp: Wat Tham Sua, Tiger Cave Temple, Krabi, Thailand

2010
08.29

Informationen zum Besuch des Tigerhöhlentempels in Krabi, Thailand.

Hinweis: Es handelt sich nicht um den Tiger Tempel in Kanchanaburi in der Nähe Bangkoks! Der Tiger Cave Temple liegt 700 km südlich von Bangkok in der Provinz Krabi. Hier trifft man keine lebenden Tiger an, insbesondere keine, die sich gegen ein Entgeld von 1000 THB von Touristen umarmen und ablichten lassen :-) .

GeoVenture Bewertung (maximal ♦♦♦♦♦)

Sehenswert ♦♦♦♦
Authentizität
♦♦♦
Erreichbarkeit
♦♦♦♦

Opferstock im Tiger cave Temple Krabi

Opferstock im Tiger Cave Temple Krabi

Wie erreiche ich die Anlage?

Read the rest of this entry »

1237 Stufen (1)

2010
08.28

Aufstieg zum Tiger Cave Temple in Krabi

Ich bin wieder einmal zu spät, ich hätte vor 9 Uhr hier ankommen sollen, und nun ist es 11 und es ist schwül und windstill, aber noch bin ich ja im Schatten. Die riesigen Bäume sorgen für Kühle. Das dicht bewaldete Tal hinter dem Tempel nutze ich zum Atemholen.

Der schmale feuchte Weg führt unter einem grünen Himmel am Karstfelsen entlang. Ich kann mich dem sakralen Charme des Ortes nicht entziehen, die Natur selbst hat sich hier ihre Kathedrale gebaut. Bäume wie Säulen, einige Hopea latifolia mit unglaublich ausladender Basis, eine urweltlich anmutende Gotik, die den Blick nach oben zwingt. Palmen formen ein feingliedriges Gewölbe ohne klar begrenzte Scheitelhöhe. Dieses Gewölbe ist licht, durchbrochen, mehrstöckig. Links von mir der Fels, eine fein ziselierte Wand, die plötzlich zurücktritt und Raum für ein düsteres Seitenschiff lässt und grottenhafte Kapellen.

Read the rest of this entry »

Koh Yao Noi (1)

2010
08.18

So stelle ich mir Koh Yao Noi vor:
Die Insel hat grüne Hügel, die sich eher unspektakulär aus einer Türkis schimmernden See erheben.
Ein Saum von Kokospalmen, der sich beim Näherkommen auffächert und flache Hütten hervortreten lässt. Ich denke an Holzstreben, dunkel angelaufene Betonquader, gewelltes Blech. Gelbe Sandstrände, von Mangrovenwäldern unterbrochen. Kautschukplantagen im Inselinneren. Wasserbüffel am Rand von Reisfeldern. Reste von Regenwald auf den Hügeln. Schwärme bunter Vögel. Fremde Laute. Die Mahnung des Adhan über allem, das einschüchternde La ilaha illa llah, bekräftigt durch einen blechernen langgezogenen Widerhall aus ungezählten Lautsprechern.
Ich weiß von meiner Freundin Bohm, die mich am Pier von Koh Yao Noi erwartet: Fast jeder dort ist Muslim. Ich kenne das von Krabi.

Ich habe es mir an der Landungsbrücke von Thalen bequem gemacht und warte auf die Fähre.

Read the rest of this entry »

Die Künstler von Khlong Muang (2)

2010
08.10

Als ich heute den Strand von Khlong Muang erreiche, hat sich die See schon weit zurückgezogen. Eine stete Brise wirbelt Schaumkämme auf, die sich weit draußen brechen. Die nachmittägliche Sonne entlockt der Andaman Sea die Farben der Südsee, doch wirkt das Meer unruhig, aufgewühlt, gespannt, als sammele es Kraft für den nächsten Angriff auf die Küste.

Tausende Krabben nutzen die Ebbe, ich sehe ganze Schwärme von ihnen wie flache orangene Wolken über den Sand gleiten.

Ich halte nach den kleineren, fliegengroßen Sandkrabben Ausschau. Unbeeindruckt von der hektisch umhereilenden Konkurrenz verlegen sie pedantisch ihre Sandkugel-Muster,  einem geheimen Krabbenritus gehorchend und ihrem abstrakten Bauplan folgend, den es schnellstmöglich umzusetzen gilt. Die nächste Flut kommt bestimmt.

Read the rest of this entry »

News von Mae Chee Brigitte

2010
08.07

Liebe Freunde

Es freut mich euch mitzuteilen, dass vom 1ten bis 9ten Januar 2011 wieder das alljaehrliche NEUJAHRSRETREAT stattfinden wird.

Phra Acharn Phet und ich werden die Meditationen leiten und Anweisungen geben. Wahrscheinlich werden auch Phra Acharn Aod und andere Lehrer Belehrungen geben.

Ihr seid alle herzlich willkommen.

Read the rest of this entry »

Versunken

2010
08.07

Ein paar Mal bin ich schon wach geworden und habe im Halbschlaf nach meiner Uhr getastet. Es ist zu dunkel, ich kann das Ziffernblatt nicht erkennen, und ich möchte die anderen Schläfer im Raum nicht wecken. Ich bleibe auf dem Rücken liegen, das Dunkel zieht Kreise um mich her, die, wenn ein Gecko schnalzt, zu zittern beginnen, auseinanderbrechen, sich neu formen und schließlich verlaufen.

Read the rest of this entry »

Der perfekte Strand

2010
08.03

Besonders gern erinnere ich mich an Naiharn beach.

Während meiner vier Monate in Phuket war ich nur ein einziges Mal im berüchtigten Patong. In Karon bin ich einmal für eine halbe Stunde den Strand entlanggewandert. Aber geschwommen bin ich ausschließlich in Naiharn beach. Der Strand ist unter Touristen weniger bekannt und folglich relativ gering frequentiert.  Er liegt abseits der üblichen Routen, hübsch und unprätentiös zwischen steilen üppig bewachsenen Felsen ausgestreckt. Und die Qualität des Wassers? Von meinen langen Jahren in Hawaii bin ich zugegeben etwas verwöhnt, die Inseln liegen schließlich inmitten des Pazifiks und erfreuen sich diesbezüglich optimaler Bedingungen. In Thailand macht man da schon Kompromisse. Naiharn beach liegt dicht am südlichsten Zipfel Phukets, in reinigendem Abstand zum sündigen Patong und ragt ein Stück weit in die Andaman Sea. Irgendwie spricht das für – nun ja, eine gewisse Qualität.
Und nun das.

Read the rest of this entry »

Die Künstler von Khlong Muang (1)

2010
07.30

Die Westküste Krabis ist mit Hunderten von Karstfelsen gesprenkelt. Sie ragen unvermittelt und schroff aus dem türkisblauen Wasser der Andaman Sea und bilden auch auf dem Festland bizarr geformte Inseln, die sich hell und eigenwillig aus dem satten Grün der Ölpalmen-Plantagen recken.

Doch so exotisch das Landschaftsbild Krabis ist, die Provinz verfügt über ein komplexes Ökosystem, das auch im Detail Spektakuläres bietet.

Ich bin an der Westküste, am Strand von Khlong Muang unterwegs, und es ist Ebbe. Die Bucht mit ihrem drei Kilometer langen Sandstrand ist menschenleer. Das Meer hat sich zurückgezogen und Unmengen an Muscheln freigegeben.

Mir fallen wundersame Muster im Sand auf, die bei genauerem Hinsehen aus einer Vielzahl winziger Sandbälle zusammengesetzt sind.

Read the rest of this entry »

Thailand nach den Unruhen

2010
07.29

Thailand Rundreisen gehören für mich seit 15 Jahren zum regelmäßigen jährlichen Reiseprogramm. Neulich wurde ich daher in einer Email gefragt, ob man denn nach den Unruhen wieder nach Thailand reisen könne. Hier meine Antwort:

Thailand ist üblicher Weise ein sehr entspanntes Land. Ich bin sicher, dies ist auch nach den Unruhen immer noch der Fall. Ganz besonders auf dem Land bzw. in den Provinzen.

Read the rest of this entry »